Goli Otok (19948 - 1988)

Titos und Privatkonzentrationslager der Kommunistischen Partei 

 

Vor vorne rein möchte ich etwas klarstellen.

Dieser Ort ist keineswegs ein Lost Places Ort und Platz um durch die verlassenen Ort und Gebäuden kunstvolle Bilder zu machen. Goli Otok ist ein Ort der Pietät, ein "Privatkonzentrationslager der Kommunistischen Partei - oder genauer gesagt: von Marschall Tito",

Goli Otok sei ein Projekt gewesen, das „die freisinnigen Geister vernichten sollte“, sagt Radomir Pejic, Chef des unabhängigen „Kroatischen Verbands politischer Gefangener Goli Otok“.

 Zwischen den kroatischen Urlaubsparadiesen Krk und Rab liegt ein zwei mal zwei Kilometer großes Eiland namens Goli Otok, die "nackte Insel".

 

 

Der "Nackten Insel" (kroat. Goli otok) und an der St. Georgs-Insel (kroat. Sv. Grgur)

Außer den robusten Tieren, die laut einer Mär Salzwasser trinken, überlebt hier nichts. Tito wusste, warum er genau hier sein Lager errichten lässt, um Regimegegnern oder jene, die er dafürgehalten hielt, „zu erziehen": Unbewohnt, dennoch gut erreichbar, nicht weit vom Festland, aber derart hügelig, dass alle  mitsamt den Folterungen, die dort stattfanden kaum einzusehen waren. 

 

UDBA (Jugoslawische Geheimdienst) und Ihre Rolle

 Die Verfolgung anders Politisch denkenden reichte bis nach Deutschland. Ja Titos Arme sind mit Hilfe der UDBA lang genug gewesen um alle seine Gegner, die nicht auf Goli Otok waren Mundtot und still für immer zu machen.

Das zeigt uns der Dokumentarfilm von ARD „Mord in Titos Namen - Geheime Killerkommandos in Deutschland“ https://www.youtube.com/watch?time_continue=101&v=uF9Ak1uleyw

Wie ich bereits in meinem Blog den Begriff „Getarnte Gestalten“ benutze ist es deutlich zu sehen, dass nicht nur das offizielle „Jugoslawische Geheimdienst gab, sondern es waren auch ganze normale Bürger, die Nachbarn, die Lehrerin aus der Schule der Arbeitskollege und anderen.  Wie auch der ehemals gefangene Professor Bobinac berichtet, in Goli Otok traf er einen bekannten der später sein Peiniger wird.  

 

Als Ich klein war lauschte ich die Geschichten eines meines Onkels der dort war und schwer krank zurückkam. Er lebte nur noch ein paar Monate. Später erfuhr ich er hatte ein Nierenversagen. Sie haben in ihm wie man bei uns sagt „Boga ubili“ den Gott getötet.

 

Ich habe damals nicht alles verstanden und fand aber irgendwas an den grusseligen Geschichten. Mich hatte vor allem Interessiert ob es nur Geschichten waren oder die Wahrheit. Da es aber mit der Realität zu tun hatte, ging ich immer wieder zu meinem Onkel an sein Krankenbett und stellt dumme Fragen. Ich kann mich nur im dunkele daran erinnern wie er immer wieder mit der Handbewegung machte, nach dem Motto „Hör bloß damit auf“ und mit schwerem Atem sagte „: ah“. Meine Tante hat mich regelmäßig und regelrecht aus dem Zimmer rausgeschmissen. Als der eines Tages tot war, gingen wir alle zu ihm und uns vor ihm zu verabschieden. Ich habe auch nicht verstanden das er nur Tot ist und wartete vergeblich auf sein Stöhnen und Handbewegung. Ich blieb wieder als letzte im Zimmer und wartete auf eine Antwort. Erst später in einem Gespräch mit meinem Vater als ich zurück aus Deutschland kam erfuhr ich die ganze Geschichte. Ich erfuhr auch und verstand was es bedeutet in der Familie einen Titos Gegner zu haben. Das habe ich der Schule auf meiner

In vielen Forums wird von der zweiten UDBA (Jugoslawische Geheimdienst) Generation fleißig diskutiert und die Geschichte verleugnet. Und gleich werden die alten Keulen „Ustasa“ oder „Cetniks“ rausgeholt.

 

Das System und Selbstverwaltung auf Goli Otok

Mehr als 55.000 KPJ-Mitglieder schließt Tito aus der Partei aus, viele werden von der jugoslawischen Geheimpolizei UDBA (Geheimdienst ex Jugoslawiens) Zwischen 11.000 und 18.000 worden verhaftet und auf Goli Otok inhaftiert.

Titos Kommandanten auf Goli otok müssen sich die Hände nicht schmutzig machen: Folter, Verhöre, Überwachung der Zwangsarbeit - der Großteil wird den Gefangenen selbst aufgeladen: zynisch „Selbstverwaltung" genannt. Wer die anderen Lager-Insassen besonders effizient peinigt, wird selbst verschont. Orden und Dienstgrade kassieren jene, die sich derweil im Goli'schen Kino amüsieren - erbaut von den Gefolterten, mit dem Ziel, den auf der Insel stationierten Geheimpolizisten den Alltag zu versüßen. In 40 Jahren gibt es keinen Aufstand der Gefangenen. Von der Insel zu fliehen, ist unmöglich: Niemand hat die Kraft, kilometerweit zu schwimmen, für zivilen Bootsverkehr ist das Meer rund um die Insel gesperrt.

 

Foltermethoden:

Im Dokumentarfilm über Vladimir Bobinac ab der 31 Minuten könnt nur ahnen welche perverse Methoden hatten die benutz um die Insassen so brutal wie möglich auch psychisch fertig zu machen.

Auch stundenlanges Stehen in der prallen Sonne gehörte zum Folterrepertoire - frisch gepflanzten Bäumen in den Gärten rund um die Offizierswohnungen mussten die Insassen auf diese Art Schatten spenden.

Auf Goli Otok gibt es heute Bäume und Prof. Bobanic erzählte wie die Junge Pflanzen überleben könnten und so die Insel bewaldet wurde. Er stellten sich über die Pflanze den ganzen Tag um der jungen Pflanze Schatten zu spenden. In einem anderen Interview erzählte er wie die Ihre eigene Tages Ration mit der Pflanze teilen müssten.

 Abteilung 102

In der Nähe von Vela Draga und der Ambulanz befand sich die unscheinbare Abteilung 102. Das waren Einzel-und Mehrfachzellen. Die Häftlinge die die Regeln nicht befolgt hatten oder ihre Arbeit nicht gut genug machten müssten in eine gerade mal 1 Meter Zelle. Viele worden so lange gefoltert bis sie falsche Selbstanschuldigungen machten und somit dann in Haft auf der Insel verurteilt worden sind. Das garantierte jedoch nicht das die Urteilung Rechtskräftig ist wie Prof. Bobanic im Dokumentarfilm berichtet. Die Offiziere sagten dann, ich endscheide wie lange du hierbleiben wirst. 

 

Zwangsarbeit

Die inhaftierten Insassen produzierten unter schwerstem Arbeitsbedingungen Möbel und Fliesen sowie Terrazzofliesen. Aus dem Steinbruch wurde das Steingut für Terrazzo gemacht. Wir haben in unserem Haus Terrazzoboden und laut unserem Nachbar der sehr viel damals in unserem Haus gemacht hat ist der Terrazzofußboden ca. 1960 gemacht worden. Ich habe diesen auf meinem Knien liebevoll restauriert und jeden einzelnen Steinchen poliert um ihn ein Glanz zu verleihen.  S. Bilder hier.

 

Vladimir Bobinac (1923 bis 2014)

Ein Zeuge berichtet 2014) ein Professor des Gymnasiums von der Insel Krk (1960 bis 1985)

Erst nach dem Befreiungskrieg 1990 fängt er erst darüber zu erzählen und trug bei Aufklärung bei. Nach seiner Pensionierung stellte auch zur Verfügung führte Schulklassen und Studienreisen auf Goli Otok. Hier könnt Ihr Euch gerne die Dokumentation mit dem Text der Deutschen Übersetzung ansehen. ist kann sich gerne die Dokumentation hier sehen.  Die Übersetzung gefällt mir nicht ganz da vieles wörtlich übersetz wurde. Aber so ungefähr könnt ihr Euch das vorstellen wie es war.

Am Ende seines Lebens blieb Prof. Bobinac seinem Lehrwortschatz treu, indem er über die Wahrheit berichtete.

Die letzten Stunden, die er am 7. April 2014 abhielt, übertrug seine Lebensgeschichte ohne Hassreden auf die Insel Goli Otok und sandte eine Botschaft an die Menschen und seine Peiniger, Menschlichkeit und Frieden. Goli Otok, verletzte zwar seine Seele, aber er erlaubte ihm nicht sein Geist, Seele und das glaube und das Gute in Menschen zu zerstören.

 

Keine Aufarbeitung und Aufklärung bis heute

Überall sitzen diese getarnten gestalten. Überall auch noch in zweiter Generation haben die so viel Einfluss im Land. Schleppen sich von Partei zu Partei. Über die Nacht wechseln die nur den Umhang, an dem vielen unschuldigen Menschen schweiß und Blut hängt. Heute stecken die andersdenkende nicht in dem Lager, sondern mit ihrer Politik zwiegen die ganze Familien das Land zu verlassen. Ja, es gibt keine Perspektive für die Jungen Menschen und die abgelegenen Orte. Über die Auswanderung habe ich bereits im meinem Blog geschreiben. Das Land der verlorenen Träume  Es wird alles in die Küste reingesteckt und die Kuh (Tourismus einnahmen) noch besser zu molken zu können und das Geld mit den großen zu teilen. Ja mit den Lobbyisten und ausländischen Investoren die es geschafft haben Jahre lang keine Steuer zu zahlen. Aus diesen Schlupflöcher schauen die getarnten gestalten immer noch, und suchen nur noch nach ihren Vorteilen.  Über die getarnten Gestalten findet in meinem Blog die Artikel und Abschnitte die mit dieser Zeitepoche zu tun hat. Wie z. Insel Vis oder Insel Solta oder Titos Hinterlassenschaften Insel Lastovo. 

 

Fazit:

Bis heute gibt es im diesem Ort kein Denkmal keine Gräber für die umgekommenen und gefolterten, keine Aufklärung und die verantwortlichen sind nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Es ist im Interesse des Staats das die verantwortlichen und ihre Taten nicht ans Licht kommen. Jegliche Beweise vernichtet die Geheimpolizei 1988 bei Schließung des Lagers. 4.000 Tote? Die die heutige Geheimpolizei mit der gleichen oder ähnichen politischen Überzeugung wird auch nichts unternehmen.

Anstatt, werden noch die wenige überlebenden Zeugen Mundtot gemacht. Das sagt viel darüber aus und wie die Gräueltaten vertuscht werden.

Ja dafür haben unzählige meiner Verwundeten gekämpft und Ihr Leben aufgeopfert.  Die Strukturen, die die Insel schufen, leben in Kroatien noch immer fort.  Es werden noch Jahre vergehen und die Generationen Wechsel bis dieses Dunkele Kapitel der Kroatischen Geschichte aufgearbeitet wird. 

 

Hauptquelle: Dokumentar Film von Vladimir Bobinac sowie viele Geschichten von den einheimischen von der Insel Krk der gegenüber liegender Insel.

http://www.365sterne.de/admirals_sailing/dokus/goli/doku.html

ARD Dokumentarfilm: „Mord in Titos Namen - Geheime Killerkommandos in Deutschland“  https://www.youtube.com/watch?time_continue=101&v=uF9Ak1uleyw

 

Frauen Gefengeneninsel Sv. Grgur