Kroatische Frauen im Focus

 

 

 

Ich habe hier ein neues Projekt angefangen und ein Teil teile ich hier mit Euch. Ich liebe es die Menschen zu porträtieren und wehrend dessen Ihre Geschichte zu lauschen.

Das Thema des Projekts ist " Kroatische Frauen im Focus . Diese Porträts sind auf unserer Recherchereise endstanden. Hinter jeder Frau verbirgt sich eine Geschichte, Ihre eigenen Schicksale, einige haben mehr als 3 Kriege erlebt und unzähligen Regime. Was mich auch fasziniert hat, ist die Lebensfreude trotz der bei einigen schwierigen Schicksalen und Lebensumständen. 
Ich habe mich mit dem unterschieden in den beiden Kulturen und Ländern Kroatien und Deutschland beschäftigt. Aus der der Vergangenheit und meinem ersten Job als Pflegehelferin, als ich damals ein Flüchtling war, habe ich mitbekommen wie sich die Menschen in so einem Altersheim verändern und wenn sie keine Aufgaben mehr im ihrem Leben haben. Die sind zwar versorg, haben eine Unterhaltung und einige Aktivitäten aber irgendwie sind viele traurig.
Auf unseren Recherchereisen beobachte ich immer wieder die Menschen insbesondere die ältere Generation. Komme immer mit den ins Gespräch und gehe immer mit Wehmut fort und reicher.

Ich bin dabei eine schöne Geschichte über Kroatiens "Heldinnen" zu schreiben. Diesen haben wir sehr viel zu verdanken. Redet noch Euern lieben und schreibt die Geschichten auf. Meine beide Omis sind gestorben und habe es nicht Geschäft die zu interviewen. Das ist was bleibt. Das ist nur der Anfang und ein Teil.

Es folgen ein paar Portraits, die sehr puristisch sind und die Bilder sind nicht überarbeitet und auch ohne Filter. Diese sollten auch so bleiben und diesen Stil beibehalten:

Das ist Marica, Sie ist 87 Jahre alt und wohnt auf der Insel Zirje in Zirje. Sie ist auf dem Weg zu Ihrem Sohn und hat auf dem Weg die frische Feigen für ihre Schwiegertochter aus Deutschland gepflügt, weil die Feigen so mag. Sie erzählte uns wie Ihr Mann bereits in zweiten Weltkrieg von den Partisanen umgebracht und in Bunar/Brunen reingeschmissen worden war. Weil sich die Italiener in ihrem Haus versteckt hatten. Sie müsste die zwei Söhne alleine großziehen. Sie sage; sie hatte viele Regime überlebt aber die "Neu Kommunisten" die wieder seit 2000 an der Macht sind, ist das schlimmste Regime"

Das ist die lebensfrohe und lustige Zdenka von der Insel Zlarin. Zdenka ist 95 Jahre alt und lebt alleine in einem sehr alten Haus. Ihr Mann war ein Fischer und liebte es zu malen. Anfang der 50 er sind einige seiner Bilder von den Kommunisten beschlagnahmt worden und so hat er aufgegeben sich mit der Malerei zu beschäftigen und schlug sich durch mit der Fischerei. Erst später hat wieder angefangen zu mahlen. Wir kauften zwei Bilder von Ihr. Die Zdenka schreibt wunderschöne Gedichte. Sie hat für uns einige der Gedichte vorgetragen. Sie erzählte und zeigt uns wie die Frauen damals vor ca. 80 Jahren gelebt hatten und schwer gearbeitet sowie wie die damals die Sachen transportiert hatten. 

Das ist Kata 97 Jahre alt aus Rijeka. Die älteste Marktfrau auf dem berühmten Markt in Rijeka. Sie steht jeden Tag vor der Fischerhalle und verkauft Ihre Kräuter und Blumen. Manchmal kauft sich was dazu und verkauft es weiter. Bei ersten Begegnung hatte sie mich beschimpft. Weil ich ihr 50,- kn schenken wollte. Da ich nächsten Tag zurückfliegen musste könnte ich nichts kaufen. Sie hat sehr energisch das Geld abgelehnt und sagte zu mir mit der alten krächzenden Stimme; "sehe ich so als wäre ich eine Bettlerin". Ich bin beinahe in den Boden versunken und war mir sehr unangenehmen und schämte mich. Meine Schwester rettete die Situation und schlug vor das wir Kata auf einen Kaffee einladen. Das nahm sie herzlich an. Da habe ich aber ein Glück gehabt:) Nein, dieser Anblick, ich hatte so ein Mitleid mit ihr und das war Falsch. Auf dem Rückweg aus der Fischerhalle habe ich mich noch einmal bei Ihr endschuldigt und wir sprachen noch einmal etwas entspannter miteinander. Sie sagte auch das sie sehr kleine Rente hat und die nicht zum Überleben und nicht zum Sterben reiche. Sie hat kein TV und auch nicht diese großen Telefone wo man eintippen kann und was solle sie zu Hause alleine den ganzen Tag tun. Das hat mich sehr beeindruckt. Sie hat sichtbare degenerativen Alterserscheinungen Osteoporose. Wir haben uns bis nächstes Jahr verabredet. Ob sie wohl dort noch sitzen wird? Das werde ich in ca. 3 Wochen sehen. 

Das ist Ruza von der Insel Sipan. Sie ist 60 Jahre alt. Ich muss zugestehen, dass ich noch nie eine Frau an der Riva gesehen das Fischernetz zum Trocknen vorbereitet für den nächsten Tag. Wer sagt, dass es keine Fischersfrauen gibt? Diese Frau hat die Fischerei auf der Insel von ihrem verstorbenen Mann übernehmen und fährt jeden Tag raus aufs Meer um Ihren Mann wieder auf dem Meer zu begegnen. Er hatte einen Hirnschlag auf dem offenen Meer erlitten und war sofort tot. Sein Hund war bei ihm und hat fürchterlich gejault so dass die anderen Fischer zum Boot kamen und fanden ihn Tot. Sie wirke so, als ob sie nie was Anderes in ihrem Leben gemacht hatte. Sie hatte was Starkes an sich. Ihre Stimme war fest und bestimmend. Sie lud uns spontan zum Abendessen zu sich ein und um weiter zu erzählen. Sie hat keine Rente. Sie hat auf ihre Witwenrente verzichtet um Ihre Tochter besser zu versorgen, wenn Sie eines Tages nicht mehr lebt. Denn, ihre Tochter ist psychisch krank und hat sonst kein Einkommen außer mini Sozialhilfe vom Staat. Und Trotzdem allem hat Ruza so ein offener Blick und positive Ausstrahlung. Das habe ich so bewundert

Das ist Schwester Felicitas des Ordners Schwester Jesu Christi.

 

Es war gerade Mittag um 12:05 als wir an der Klostertür klingelten. Gleichzeitig schossen mir die Gedanken durch den Kopf, oh die haben entweder das Mittagsgebet oder Mittagessen und das war schon zu spät. Sie kam mit einem Lächeln am Gesicht und fragte was uns zu Ihr führt. Sie gab uns den Schlüssel von der Kirche und bat uns diesen wieder zurück zu bringen.

 

Wie oft sind wir in verschiedenen Orten in allen unmöglichen Tageszeiten an den Parterrewohnungen und Klöster an der Tür gestanden und noch nie sind wir abgewiesen worden. Sie kam aber auch um halb eins und so kamen wir ins Gespräch. Ist wie eine Enzyklopädie im wahrsten Sinne. Ich finde die Mönche und Nonnen sind unglaublich gebildet und haben ein Wissen über Geschichte und Kultur das nicht zu vergleichen ist mit den Infos was man so von den Touristischen Vereinigungen bekommt. Sie sprach hervorragend auch noch Deutsch. Sie nahm sich auch den Reiseführer meines Mannes und machte ein paar Korrekturen die falsch waren. Die Touristische Vereinigung haben uns die Falsche Infos weitergegeben und das nicht zum ersten Mal. Sie sagte auch, dass diese immer noch auf dessen Webseiten stehen. 

Das ist Ana aus Cilipi aus Konavle, also aus dem wunderschönem Hinterland von Dubrovnik.

 

Ana ist Mitglied in Cilipi KUD (Kultur Verein) und hegt und pflegt die Kultur und Tradition. 

Sie macht auch Handarbeiten stellt die Täschchen mit "Dubrovniks" und Cavtats" Muster her. Sie hat auch diese "Vezovo" also Handarbeiot von ihrer Mutter gelernt und vererbt. Ana beklagt sich, dass sie keine Tochter hat und ihr Sohn lebt in Zagreb. Die Enkelkinder haben kein Interesse an Tradition. Sie war traurig dass sie Ihr Kulturerbe keinem vererben kann. 

 

Sie Präsentiert uns Stolz Ihren Trachten und erklärt uns verschiedene Arten und Mustern der Trachten zu verschiedenen Anlässen. Man hat früherer an der Kleidung den Status der Frau erkennen können

Heute brauchen wir dafür Facebook:)