Ilok - Der östliche Teil in Slawonien und des Landes 

 

Ilok liegt im östlichsten Teil  des Landes und gränzt direkt mit Serbien. Für viele ist diese Ecke nur aus der Presse in der Errinerungen geblieben und zwar in verbindung mit dem schrecklichen Krieg anfagn der neuziger Jahre. 

Der Osten im Lande und die ehemals goldene Kornkammer wurde während des Befreiungskrieges total verwüstet und hat sich bis heute nicht davon erholt. Damals war der aufgezwungene Krieg von Yugoarmee, heute die Jahrelange vernachlässigte Politik und die Korruption treibt die jungen Familien das Land zum zweiten Mal zu verlassen. Perspektivlosigkeit und keine Arbeit sind die Hauptgründe.

Vukovar. Hier scheint es so als ob die Zeiten vergessen worden sind und man sich wieder öffentlich zu seinem Glauben und seiner Nationalität bekennt. Pünktlich zum 1 am Freitag ist der Adventskranz fertig und ich dürfte die Probe Beleuchtung fotografieren. Nur die jenigen die in der Zeit in den Republiken der ex Yugo gelebt haben können das verstehen. 
Ja dennoch ist in manchen Köpfen die Zeit stehen geblieben und die trauern immer noch hinter diesen Yugo und kommunistische era. verständlich sagen einige, den die jenigen die das rote Buch hatten, denen ging es nicht schlecht. Die dürfen alle Vorteile genießen.

Ich führ auch nach Ilok, ganz am östlichen Teil des Landes wo ein langgezogenes Weinanbaugebiet mit Beteiligung von Todoric liegen. Ja von Ilocki Podrumi ist Teilhaber Agrocor bzw. Todoric und die Weine aus dieser Region findet ihr beim Konsum. Diese unsichtbare Grenze zwischen den zwei Ländern hat mich fasziniert, insbesondere die mitfühlenden Polizeibeamten. Ich bin öfter hin und her gefahren und kam einmal zurück an den Beamten völlig verweint und traurig. Am diesen Tag habe ich mein Papa in diesem Altersheim abgegeben. Der Beamte hielt mich auch am nächsten Tag an und erkannte mich wieder. Gleich fragte er mich wie es mir heute geht. Wir schauten uns kurz an und ich sah in seinen Augen einen der mitfühlen kann. Dann sagt er leise, es wird schon wieder, und machte eine Handbewegung das ich weiterfahren darf.

 

Ich fuhr dann weiter in Richtung Vukovar zurück und hörte die leise Musiktöne von dem Radiosender im Auto. Auf der Durchfahrt durch das Dorf Opatovac stand ein Junger Mann und machte Handbewegung in Richtung Vukovar. Ich hielt an und frage ihn wohin es gehen soll. Er sagte nach Vukovar. Ich nahm ihn mit und er war sichtlich überrascht, dass ihn jemand mit ZG Auto Kennzeichen ich hatte ja Mietwagen mitnehmen würde.

Er erzählte mir viel über sein Leben und die Lage im Land. Er machte eine Ausbildung zum Verkäufer und hat bei der Slawonische Discounterkette Boso sein Praktischen Teil der Ausbildung gemacht. Er machte ein Führerschein und hat bereits die Theoretische Prüfung bestanden, aber jedoch es fehlt ihm das Geld für die Zulassungsprüfung. Ich habe ihn gefragt, wie lange er schon Trampen würde. Er sagte, bereits zwei Monaten und es sind noch 3 Wochen verblieben bis Weihnachtsferien. Ich bewunderte diese Motivation und den starken Willen des Junges Mannes und erinnerte mich zugleich an meine Jungend als Flüchtling in Deutschland. Zugleich lief im Hintergrund im Radio leise Musik aus meiner Jugendzeit von Arsen Dedic und es spielte das Lied „O Mladosti“. Ich drehte die Musik lauter ohne Rücksicht auf den jungen Mann der neben mir saß zu machen.  Ich wollte unser Gespräch unterbrechen, weil mich so ein Gefühl überkommen ist und die meine Augen fühlten sich mit Tränen.  Ich könnte in diesem Moment kein Wort mehr aussprechen, meine Kehle war zugeschnürt und es fühlte sich an als ob ich im Hals ein reißen Kloß hatte. Ich war froh, dass er nichts mehr sagte und nur aus dem Fenster rauschaute.  

 

So saßen wir eine Weile und mittlerweile hatte ich mich wieder eingefangen und könnte das Gespräch wieder fortsetzten.  Wir erreichten bald Vukovar und ich ließ ihn wie vereinbart an der Tankstelle. Er drehte sich noch einmal um und winkte schüchtern, so als ob er sich dafür schämen würde. 

Ich werde demnächst diese spandeende Geschichte der Stadt und der Region aufarbeiten und im Teil II ausführlicher vorstellen.