Hollywood - Hoteli Hadulovo in Malinska 

Und wo Tito die Puppen tanzen ließ

 

Mittlerweile bin ich unzählige malle dort gewesen und wollte schon immer eine Geschichte darüber schreiben. Und zwar geht es mir hier um ein Gefühl und Rekonstruierung wie es mal damals gewesen ist. Vielleicht lässt es sich das in der reinfolge der Bilder erahnen wie es mal gewesen ist.

Da meine Familie nicht der kommunistischen Partei und der Elite gehörte, könnten wir nicht einmal davon träumen in „Haludovo – Hollywood“ ein Urlaub zu machen. Dort worden seiner Zeit die wilden Partys mit Hollywood-Größen, „Penthouse-Bunnys“ und ja, Saddam Hussein schaffte es leider damals auch in den Hotelpool. Natürlich gefüllt mit Champagner. Welch seltsame Mischung an Gästen.

 

Das Hotel wurde vom kroatischen Architekten Boris Magas 1969 erbaut und mit einer großen Feier 1971 eröffnet. Zu der Feier und auch später sollen auch „brave Püppchen“ zu Party aus Hollywood eingeflogen worden sein.

Nun stand ich jetzt da vor der Hotelruine und dachte mir, jetzt kannst du wenigsten hier nachmachen und in die Vergangenheit abtauchen. So steckte ich meine Tochter mit meiner Spinnerei an und so fanden wir ziemlich viele Gegenstände wo wir noch besser unser Check-in Hotel simulieren könnten.  Wie z.B. die Rezeption oder die Speisekarte, der Tanzschuh und viele andere Gegenstande.

So stellten wir uns vor wie mondäne Frauen mit wundervollen Kleidern, der Prunk des Hoteleingangs, die überdurchschnittlich höflichen Mitarbeiter an der Rezeption, das Klimpern der Zimmerschlüssel, der Chlorgeruch aus dem Pool, die Düfte von warmen Speisen, die Sonne, die durch die Fenster strahlt, das erhabene Gefühl von Geld, die Jetons auf dem Roulette-Tisch, das Rollen der Bowlingkugeln.

Verträumt und im Dunkeln gingen wir auf die Suche nach „unserem Ziemer“ und dann macht es Cut.

 

Ich wache aus meinem Traum auf und lauschte dem Geräusch der von irgendwoher kam.  Ich flüstere meiner Tochter mein Handy Akku hält nicht mehr lange und ich könnte nicht lange den Weg beleuchten und wir sollen unser „Check in“ abrechen und rausgehen. Schon wieder macht es tapp, tapp…. Meine Stimme wurde noch zittriger. Unter meinen Füssen knirschen unzählige Glasscherben. Mein Herz rast. Ein wenig überkommt mich die Angst. Unheimlich ist es, mystisch und die Wände scheinen zu sprechen. Meine Tochter meinte da in der Ecke wird es heller und wir sollten weitergehen. Ich packte sie mit meiner Hand und beschloss die Aktion abzubrechen. Später warf sie mir vor. was ich für ein Feigling bin.

Auf dem Weg zum Ausgang muss ich gestehen, dass mich eine gewisse Trauer umgab. Ich hätte zu gerne einen Drink an der Bar genommen, hätte mein schönstes Kleid angezogen und wild getanzt. Wäre gerne ein Teil der Vergangenheit des Haludovo. Ich träumte mit einem hübschem Jungem Mann getanzt zu haben und auf dem Weg auf mein Zimmer mein Schuh verloren zu haben. Und nun lag dieser Schuh da. Es ist doch nur ein Traum in meiner Fantasie gewesen. Ich dachte mir auch gut so, wer weiß ob ich jetzt mit meiner wundervollen Tochter hier gewesen wäre:) 

 

Draußen angekommen strahlt die Sonne und wir gingen den Weg hinunter zum Strand. Ich drehte mich noch einem um und blicke nach oben als oben irgendwo auf dem Balkon jemand steht und mir zuwinkt und sich von zu verabschieden.

 

Am Abend als wir nach Hause kamen sortieren wir die Bilder in der reinfolge die Ihr zu sehen habt.

Mich packten die Neugier und ich fing zu Recherchieren warum das Hotel dieses Schicksal nach dem verkauft von 1997 wurde nahm. Ich stieß auf die kriminelle Geschichten und Machenschaften wie z.B von Fälschung der Bilanzen der Investgoregruppe Insula grupa d.o.o die dann das Hotel später also 2007 für Appel und Ei an einen Russisch-Armenischen Oligarchen Ara Abramyan verkaufte, der  bis heute der Eigentümer ist. Und der sich damit brüstet Putins Freund zu sein und drohte damals dem Kroatischen Presidenten die Sonderbeziehungen könnten durch nicht Erfüllung seiner Förderungen (also das ganze Gelände inklusive Meerzugang als Private Nutzung zu haben) schlechter werden zu lassen.

 

 

Ich traf auch einen Freund aus Malinska der im Gemeinderat sitzt und wir plauderten bis in Mitternacht über die Details. Über die schmutzige Wäsche der Politik die bis in die höchste ebene gewaschen wird. An diese Stelle lasse ich es dabei. Den versprochen ist versprochen das nicht 

 weiter geplaudert wird...….